Interview des Magazins 'SharePlay' mit den Mitgliedern des

GAMES 4 BRAINS - Teams

erschienen in SharePlay 3/97

SharePlay: Wieso fangen eigentlich alle GAMES 4 BRAINS - Spiele mit "SOKO-" an?

Jan: Die Games stammen alle irgendwie von dem klassischen Sokoban ab. In SOKOLOR steckt noch "COLOR", weil hier die Farben eine wichtige Rolle spielen. Und SOKONEX hat was mit Connections (Verbindungen) zu tun. SOKOBLUE ist ganz einfach ziemlich blau.

SharePlay: Soll es noch weitere SOKO-Games geben?

Felix: Vorerst nicht. Wir haben uns zwar vorgenommen, unserem Denkspiel-Konzept treu zu bleiben, in künftigen Projekten sollen allerdings vermehrt Action-Elemente vorkommen.

SharePlay: Von Sokoban gab es schon einige Varianten. Was hat euch veranlasst, in dieses Genre einzusteigen?

Mic: Ich vermute, daran bin ich schuld. Ich war und bin nämlich ein großer Fan des Sokoban-Originals und habe es mehrfach durchgespielt. Irgendwann hatte ich die Idee, man müßte mal eine Version mit neuen Levels herausbringen.

SharePlay: In allen SOKO-Games gibt es die sogenannte Movie-Funktion, mit der man abgespeicherte Lösungswege vorführen kann. Wie seid Ihr auf diese originelle Idee gekommen?

Felix: Das gab es zwei Faktoren: Erstens ist so ein Movie eine schöne Bestätigung dafür, daß und wie man ein Level geschafft hat. Zweitens beweist die Existenz eines Movies, daß ein Level lösbar ist. Bevor es die Movies gab, mußte man ja immer Zweifel an der Lösbarkeit gewisser Schiebeaufgaben haben.

SharePlay: Seid ihr mit Eurem bisherigen Erfolg zufrieden?

Jan: Unsere Erwartungen bezüglich SOKOWAHN Pro wurden klar übertroffen. Was SOKOLOR, SOKOBLUE und SOKONEX angeht, diese Spiele stellen gegenüber SOKOWAHN technisch und grafisch eine klare Steigerung dar. Sie müßten noch besser ankommen.

SharePlay: DOS-Programme sind auf dem absteigenden Ast. Müßt Ihr Euch deshalb nicht Sorgen machen?

Felix: Also zunächst mal laufen unsere Games auch problemlos unter Windows 3.xx oder Windows 95. Probleme gibt es nur, wenn man weniger als 500 kb freien Speicher zur Verfügung hat.

SharePlay: Eure Spiele sehen alle etwas nüchtern aus. Es gibt keine Story, keine animierten Spielfiguren etc. Ihr wart wohl ein bißchen faul?

Jan: Stimmt nicht ganz. Es gibt eine gerenderte Introsequenz für SOKOWAHN Pro und in SOKONEX haben wir mehrere animierte Szenen eingebaut.

Mic: Ich beobachte seit Jahren, daß dieses ganze Drumherum immer mehr zunimmt. Was hinten runterfällt ist der Spielspaß. Viele Games sind mittlerweile so stark aufgebläht, daß man 5 Minuten warten muß, bis man anfangen kann zu spielen, vorausgesetzt man hat vorher gründlich das Handbuch studiert. Kleine, einfache Tüfteleien für zwischendurch findet man eigentlich kaum noch. Ansonsten wird nicht selten die Spielbarkeit durch aufwendig gestaltete Grafik mehr behindert als gestützt.

SharePlay: Wie unterscheidet sich euer neustes Game SOKONEX von seinen Vorgängern?

Felix: Das Sokoban-Prinzip wurde um ein paar interessante Elemente erweitert: Strahler, Löcher, verschiebbare Mauern und zerstörbare Blöcke. Die zusätzlichen Teile sorgen vor allem dafür, dass sich die Levels abwechslungsreicher gestalten lassen.

SharePlay: Wird das Ganze dadurch nicht vielleicht ein bisschen zu kompliziert? Sokoban war so schön einfach!

Mic: Um sicher zu gehen, dass auch SOKONEX ein Spiel wird, das man auf Anhieb versteht, habe ich mir bei der Auswahl der neuen Elemente viele Gedanken gemacht. Die ersten 8 Levels haben übrigens den Charakter eines kleinen Tutorials. Hier kann der Spieler in kürzester Zeit alle wichtigen Aktionen kennenlernen ohne die Anleitung lesen zu müssen.


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